Eine Erfolgsgeschichte


Zum Ende des Jahres 1990, unmittelbar nach der deutschen Wiedervereinigung, hatte sich die wirtschaftliche Situation des Ostteils Berlins völlig verändert. Die Treuhandgesellschaft schloss die volkseigenen Betriebe und Kombinate der DDR, zehntausende gut ausgebildete Mit­arbeiterInnen wurden innerhalb weniger Monate arbeitslos.

Die Übernahme und Anpassung der in den alten Bundesländern schon genutzten Arbeitsmarktinstrumente zur Minderung der Arbeitslosigkeit und Beherrschung ihrer sozialen Folgen wurde für den Senat von Berlin eine politisch begründete Aufgabe. Neu gegründete Servicegesellschaften der Senatsverwaltung Arbeit und Frauen prüften gemeinsam mit Vereinen und gemeinnützigen Gesellschaften die Finanzierungsbedingungen und –mög­lich­keiten zur Nutzung der bekannten Arbeit­smark­tinstrumente.

Die Gründung der C.U.B.A. gGmbH 1991 als Arbeitsfördergesellschaft im Stadtbezirk Treptow-Köpenick war ein folgerichtiger Schritt, um hoch qualifizierte Wissenschaftler und Facharbeiter der Institute der ehemaligen Akademie der Wissenschaften in Arbeits­beschaffungsmaßnahmen zu übernehmen, zu beschäf­tigen und mit neuen Tätigkeitsgebieten vertraut zu machen.

Das erforderte (zunächst) die Schaffung der

  1. intellektuellen und logistischen Voraussetzungen, um die neue juristische Person C.U.B.A. gGmbH gesetzeskonform zu leiten und zu führen,

und es erforderte die Schaffung der

  1. materiellen, sozialpädagogischen und sozialpsychologischen Voraus­setzungen, um die von der Arbeitsverwaltung bewilligten Maßnahmen und Projekte gemäß den Bescheiden und Vorgaben durchzuführen und abrechnen zu können.

In den ersten drei Jahren nach Gründung der C.U.B.A. gGmbH erprobten die Arbeits­verwaltung, die Service­gesellschaft SPI und die C.U.B.A. gGmbH als Arbeits­fördergesellschaft gemein­sam die Wirksamkeit der eingesetzten Förder­instrumente. Es wurden gemeinsame Qualifizierungs­angebote der Mitarbei­terInnen an­ge­boten und sukzessiv stellten sich die Vermitt­lungs­erfolge von MaßnahmeteilnehmerInnen in den offenen Arbeitsmarkt ein.

Im Zeitraum von 1993 bis 2001 eröffnete die C.U.B.A. gGmbH in den Stadtbezirken Spandau, Neukölln, Wedding und Marzahn weitere Betriebsteile und bot nahezu flächendeckend in Berlin ihr Leistungsangebot an.

Den Hinweisen und Empfehlungen der Arbeits­verwaltung folgend, wurde das Leistungsangebot ständig gemäß der demo­grafischen Beurteilung angepasst. Die Ausprägung bestehender und die Vermittlung neuer handwerklicher Fähig­keiten auf der Grundlage bewährter Quali­fizierungs­module in Teamarbeit war anhaltend der Schwerpunkt des Leistungs­angebots.

Bereits zu Beginn der 90er Jahre entstanden im Bereich der Entwick­lungs­zusammenarbeit lang­jährige Koopera­tionen mit verschiedensten Partnern, über­wiegend in Osteuropa und vielen afrikanischen Ländern. Ziel war stets die Ver­bes­serung der medizinischen Grund­versorgung der Bevölkerung in Armuts­regionen.

Die arbeitsmarktpolitisch begründeten Ände­run­gen bei der Bewältigung der Arbeits­losigkeit waren in den letzten Jahren für die Geschäfts­führung der Anlass, das bisherige Kerngeschäft dahingehend zu korrigieren, dass

  • sich die C.U.B.A. gGmbH verstärkt dem Thema Integration widmet,

  • die C.U.B.A. gGmbH ihre schon hohen Qualitätsansprüche noch mehr auf die individuellen Ansprüche und Erwartungen der TeilnehmerInnen abstellt und dazu ein passgenaues Qualitätsmanagementsystem erarbeitet,

  • sich die C.U.B.A. gGmbH mit der Betreuung von TeilnehmerInnen gegen die Stigma­tisierung und Ausgrenzung, insbesondere von Menschen mit Migra­tions­hinter­grund, stellt.

Seit 2010 gibt es einen Betriebsteil im Stadtbezirk Reinickendorf. Schwerpunktmäßig werden – in Kooperation mit dem Bezirksamt Reinickendorf und dem AVIAN Vogelschutzverein – Naturschutzprojekte und Maßnahmen zur tierschutzgerechten Taubenreduzierung durch­geführt.

Seit 2013 kooperiert die C.U.B.A. gGmbH mit dem Fachbereich Grünflächen des Bezirksamtes Charlottenburg-Wilmersdorf und dem Jobcenter Charlottenburg-Wilmersdorf.

Im Auftrag der Jobcenter Tempelhof–Schöneberg und Mitte führt die C.U.B.A. seit 2014 Arbeitsfördermaßnahmen in öffentlichen Grünanlagen in Kooperation mit den Fachbereichen der Bezirksämter durch.

Neu begonnen wurde 2015 eine Kooperation im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg mit dem dortigen Bezirksamt und dem Jobcenter.