Interkulturelle Gemeinschaftsgärten der C.U.B.A. gGmbH


Die C.U.B.A. gGmbH engagiert sich in der Gemeinwesenarbeit, insbesondere für die sog. Berliner Quartiere, mit hohem Anteil an MigrantInnen. In interkulturellen Gemeinschaftsgärten können sich alle Anwohner, unabhängig von Alter und Herkunft, ehrenamtlich beteiligen. Ähnlich wie beim Sport ist das Ziel die Förderung gesellschaftlicher Integration. Darüber hinaus bieten Gemeinschaftsgärten für den Einzelnen Entspannung und Erfahrungen mit der Natur. Das mit­ein­ander Arbeiten und voneinander Lernen unterstützt soziale, sprachliche und fachliche Kompetenzen. Es hilft gegen Isolation und Vereinsamung. Interkulturelle Gemeinschaftsgärten bieten auch Möglichkeiten für pädagogische Veranstaltungen zu Natur-, Gartenbau-, Umwelt- und Ernährungsthemen, die auch die Berufsorientierung bei Kindern und Jugendlichen unterstützen können. Sie fördern ein gesellschaftliches Bewusstsein für den Schutz der städtischen Naturflächen und stärken den nachbarschaftlichen Zusammenhalt.

Die C.U.B.A. gGmbH unterstützt z.B. die Zufluchtsgemeinde im Falkenhagener Feld Ost (www.zuflucht-gemeinde.de) beim Aufbau eines Interkulturellen Gemeinschaftsgartens. Die Arbeit wird zu 100 % ehrenamtlich ausgeführt, wobei ein Gärtner der C.U.B.A. gGmbH die Menschen unterstützt und berät. Die ehrenamtliche Gruppe tagt monatlich für die Planung. Das Projekt organisiert und vernetzt sich weitgehend selbst mit sozialen, basisdemokratischen Regeln. Potentiell kann jede/r MitbürgerIn aus dem Quartier mitmachen. Für die nächste Anbausaison sind Gruppenaktionen für SeniorInnen und den angrenzenden Kindergarten in Planung. Zusätzlich zu möglichen gemeinsamen Anbauflächen, kleinen Beeten für Einzelideen, Kinder, speziellen Kulturen aus anderen Ländern, sollen im Frühjahr 2014 Hochbeetkästen angelegt werden, die auch von Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen genutzt werden können. Das fachliche Wissen der Ehrenamtlichen kann anfangs sehr unterschiedlich sein. Jedoch kennen viele ältere Mitbürger von zuhause den Anbau im eigenen Garten. Diese Kenntnisse werden genutzt und weiter gegeben. Und neben der Arbeit werden natürlich auch Feste gefeiert, geplaudert und Kontakte geknüpft.

Interkulturelle Gemeinschaftsgärten haben, von Tokio bis New York, unter dem Begriff „Urban Gardening” zur Zeit einen weltweiten Boom in modernen Städten. Dem liegt eine Renaissance menschlicher Bedürfnisse und Traditionen zugrunde, die sich über Jahrhunderte beim Nahrungsmittelanbau verschiedener Kulturen ergaben. Heutzutage ergeben sich global und insbesondere in Großstädten bei der Nahrungsmittelversorgung viele Aspekte. Die Verbraucher wenden sich verstärkt biologischen Anbaumethoden zu. Zusätzlich gibt es viele politische Aspekte wie weltweite Armut, Hungersnöte, Gesundheitsgefährdungen und Bedrohung der Umwelt, die ehrenamtliches Engagement motivieren. Daher fühlen sich auch viele junge engagierte und zukunftsorientierte Menschen von dem Trend angesprochen. Die C.U.B.A. gGmbH hat sich mit wichtigen Netzwerken verbunden und kann in vielfältigen Seminarangeboten, Online und bei gegenseitigen Besuchen wichtige Information, Fachwissen und Material, wie Pflanz- und Saatgut, austauschen und in die Zusammenarbeit einbringen. Neben öffentlich–lokalen Partnerschaften kooperiert die C.U.B.A. mit der Stiftungs­gemein­schaft „anstiftung & ertomis” (www.anstiftung-ertomis.de).